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Sparkasse macht Gewinn, zum Beispiel die Zinsen unserer Kassenkredite. Die Sparkasse gehört Landkreis & Stadt. Ab mit den Gewinnen in die Kommune, so oder anders. Einnahmen >x Millionen/Jahr Link: http://www.goest.de/sparkasse_goettingen.htm
| Pro | 318 |
| Contra | 30 |
| Neutral | 21 |
| Meine Wertung | neutral |
| Anzahl der Kommentare | 10 |
Klingt gut, wird aber schon gemacht
So weit ich weiß, führt die Sparkasse schon jetzt Teile des Gewinns an die Stadt ab. Was soll da anders gemacht werden?
Lesen
Zitat aus dem verlinkten Artikel: "2.2.11 / Die Sparkasse Göttingen hatte im Jahr 2010 nach Angaben ihres Vorstandsvorsitzenden Rainer Hald außerordentlich hohe Gewinne in Höhe von 31 Millionen zu verzeichnen. Die Sparkasse ist kein privates Wirtschaftsunternehmen, sondern arbeitet als Unternehmen im Auftrag von Stadt und Landkreis Göttingen. Beide Gebietskörperschaften sind zu diesem Zweck verbunden im "Zweckverband Sparkasse". Es ist im Niedersächsischen Sparkassengesetz festgelegt, dass die Sparkasse auf Verlangen dieses Zweckverbandes den Gewinn an Stadt und Landkreis abführen muß. Daher könnten unter Berücksichtigung einschränkender Regeln maximal 31 Millionen Euro aus dem Sparkassengewinn abgezweigt werden. Die Stadt Göttingen nimmt davon aber nur bescheidene 100.000 Euro in Anspruch. Dies verwundert angesichts der finanziellen Notlage der Stadt." http://www.goest.de/sparkasse_goettingen.htm
Zu wenig wird da abgeführt...
Es muss mehr abgeführt werden. Dazu könnten die Gehälter des Vorstandes mal kräftig reduziert werden. Das ist eine Sparkasse, die den Bürgern gehört, aber königliche Gehälter zahlt...und das nicht nur für den Vorstand. Da gibt es Bonuszahlungen und Vergünstigungen bei Versicherungen usw. Das geht gar nicht, denn der Bürger muss ordentlich zahlen, z.B. Kontogebühren.
Populistischer und kurzsichtiger Vorschlag
Die Sparkasse unterstützt jedes Jahr über 200 Institutionen und Vereine aus der Kultur, Musik, Kirche, Jugendhilfe, Soziales, Sport, Wissenschaft, Bildung, Frauenförderung, Denkmalpflege und Natur- und Umweltschutz usw. Das ist eigentlich die Gewinnausschüttung für diese Stadt, den Landkreis und die Menschen. Wenn zukünftig der Gewinn nur noch zum Schuldenausgleich genutzt werden soll, wird vermutlich diese breite Förderung wegfallen!!!
Mit 31 Millionen jährlich?
Verbraucht diese "breite Förderung" von über 200 Institutionen und Vereinen denn tatsächlich den gesamten Gewinn der Sparkasse? Das Problem ist doch: Die Stadt leiht über ihre Sparkasse bei ihren Bürgern Geld, muss dafür aber mehr Zinsen zahlen, als die Bürger von der Sparkasse für die Einlagen bekommen. Die Zinsen muss die Stadt aus Steuergeldern bezahlen, sie fehlen ihr für andere Projekte im Haushalt. Auch wenn die erhöhten Zinszahlungen der Stadt über die Sparkasse dann teilweise wieder in Institutionen und Vereine fließen, entscheidet darüber ja dann die Sparkasse und nicht der Rat der Stadt. Das ist politisch nicht dasselbe.
Quatsch
Die Förderung holen sie aus der Stiftung der niedersächsischen Sparkassen. Wie man Geld im 6-stelligen Bereich, das heißt öffentliches Geld versenken kann (über die Sparkasse), haben wir bei der BG gesehen.
Um da mal ein bisschen Hintergrund hineinzubringen
Die Sparkasse vergibt die Fördergelder nicht auf demokratische Weise. Punkt. Wenn die Stadt das Geld von der Sparkasse abzieht, dann ist das eine zu versteuernde Gewinnausschüttung an die Gesellschafter. Wenn die Summe mit 50% versteuert wird, kommt also nur die Hälfte in der Stadt an. Wir würden also Geld der Demokratie zuführen und den Bossen wegnehmen, aber dafür müssten wir einen ziemlich hohen Preis zahlen. Demokratie ist eben OFT nicht die billigste Lösung. Ahoi, Martin Rieth
Falsch
Die antwort klingt schlau, ist aber falsch.
Sparkasse sollte nicht Gewinn machen, sondern Gebühren senken!
Die Fördervergabe durch Politiker ist nicht besser. Die Sparkasse sollte ihren Gewinn lieber den Kunden zurückgeben bzw. gar nicht erst (in dieser Höhe) entstehen lassen, indem sie die Kontoführungsgebühren und Kreditzinsen absenkt. Das käme einer großen Zahl von Göttingern ganz unmittelbar zugute. - Und die Vergabe von Fördermitteln durch demokratisch gewählte Gremien wie die diversen Ausschüsse des Stadtrats würde die Entscheidungsqualität bestimmt nicht verbessern: Keiner hätte den Mut, was abzulehnen, alle bekommen ein bisschen und keiner genug, der Proporz (nach Stadtteil, politischer Klientel usw.) wäre das wichtigste Kriterium. Wer schon einmal solchen Beratungen in einem der Ausschüsse beigewohnt hat, weiß, wovon ich rede! - Für schlagend halte ich aber das Argument, dass einen Großteil dieser Gewinnausschüttung der Fiskus kassieren würde.
Risiko = Gewinnoption
Nun, immerhin haftet der Bürger direkt bzw. indirekt für die Risiken des Geschäftsbetriebes der Sparkasse - demnach ist es nur billig erwirtschaftete Gewinne an den "Anteilseigner" Bürger auszuschütten.