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Zukunftsvertrag soll generell abgelehnt werden. Ohne verschärfte Auseinandersetzung um eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen kommt Göttingen nicht aus dem Defizit heraus. Aus Angst vor der Beschneidung durch die Landesregierung bedeutet der Zukunftsvertrag die Selbstbeschneidung auf Druck der Landesregierung.
| Pro | 184 |
| Contra | 103 |
| Neutral | 22 |
| Meine Wertung | neutral |
| Anzahl der Kommentare | 23 |
Chance Zukunftsvertrag
Text
?Der Rat der Stadt Göttingen hat im November vergangenen Jahres mit großer Mehrheit beschlossen, den Abschluss eines Zukunftsvertrages anzustreben. Voraussetzung dafür ist ein Entschuldungshilfeprogramm. "Göttingen entscheidet sich" ist ein Beteiligungsangebot des Rates an die Bürgerinnen und Bürger, um dieses Entschuldungshilfeprogramm mitgestalten zu können.
Wie abstimmen?
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass man, um den sogenannten Zukunftsvertrag abzulehnen, auf "Ich lehne diesen Vorschlag ab" klicken müsste. Es ist aber umgekehrt: Wer "Ich unterstütze den Vorschlag" anklickt, lehnt den Zukunftsvertrag ab! Also: Damit die Stadt Göttingen die massiven Kürzungspläne bei Umwelt, Sozialem und Kultur wieder aufgibt, anklicken: "Ich unterstütze den Vorschlag"!
Ein wichtiges Argument
In der Tat: Wir sollten über allen, teilweise sehr guten Sparvorschlägen nicht den Gesamtzusammenhang aus den Augen verlieren. Zumal die Pro-Kopf-Verschuldung der (Göttinger) Bevölkerung nicht abnimmt, wenn die Schulden von der Stadt auf das Land oder gar den Bund umgeschrieben würden. Was hilft es, wenn wir hier in Göttingen durch den Abbau von Kinderförderung und Lebensqualität Gelder einsparen und dadurch scheinbar schuldenfrei werden, wenn woanders das Geld wieder ausgegeben wird und unsere Schulden dadurch schneller wachsen, als wir sie hier abbauen können? Aber mit diesem Argument alle Sparmöglichkeiten zu verwerfen, wäre mir dann doch zu fatalistisch. Was sinnvoll ist und ohne große Einschnitte in die Lebensqualität durchgeführt werden kann (da gibt es anscheinend einiges), sollte man ruhig umsetzen - falls nicht als Zukunftsvertrag mit dem Land Niedersachsen, dann aber doch zumindest als Zukunftsvertrag mit denen, die in ein paar Jahren hier noch leben.
Ablehnung des Zukunftsvertrages ist Realitätsverweigerung
Ich glaube, mit diesem Vorschlag weigert sich jemand, die unbequeme Realität wahrzunehmen, dass hier und jetzt gehandelt werden muss. Außerdem: Wenn schon eine mindestens symbolische Bürgerbeteiligung auf dieser Plattform möglich ist, sollte man nicht gleich wieder diese Möglichkeit zur Mitwirkung zurückweisen, indem man ein fundamentalistisches "Nein zum Ganzen" sagt. - Eine "bessere finanzielle Ausstattung" durch Land und Bund werden gefordert: Das ist die bequeme Ausflucht der Göttinger Kommunalpolitiker in den letzten Jahren gewesen, mit der sie den Schuldenberg aufgetürmt haben. 1. haben andere Kommunen mit den gleichen Rahmenbedingungen erheblich besser gewirtschaftet, 2. käme auch das Geld von Land und Bund vom Steuerzahler, würde Verschuldung wiederum dort erhöhen, 3. WOLLEN unsere Kommunalpolitiker meines Erachtens gar keine größere finanzielle Unabhängigkeit vom Land wie die Weigerung zur Einführung eines kommunalen Heberechts auf die Einkommensteuer gezeigt hat (vgl. B99).
Wie sind die Zinslasten?
Nirgends habe ich eine Information gefunden, wie hoch die Zinslasten aus den Kassenkrediten sind. Wenn diese sehr erheblich sind und schneller wachsen als die sonstigen Ausgaben, könnte man über diesen Zukunftsvertrag nachdenken. Aber auch dabei müsste bedacht werden, dass in den letzten 15 Jahren gerade im Sozialbereich, und auch bei Kulturausgaben, ständig gekürzt wurde. Niemand garantiert ein ausgewogenes Verhältnis von Einnnahmen und Ausgaben für die Laufzeit - insofern ist absehbar, dass die Kürzungsmisere nach kurzer finanzieller Erleichterung rasch wieder einsetzen wird. Solange diese Frage und Aussichten nicht geklärt sind, kann man den Zukunftsvertrag nur ablehnen.
Zinsausgaben für Kassenkredite
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Stadtverwaltung
Jährliche Zinslast, die durch Zukunftsvertrag abgenommen wird: 4,1 Mio €
Siehe oben Menüpunkt "Information" > "Was bedeutet der Haushaltsausgleich konkret?" > "...Unter Einrechnung der Zinsentlastung (ca. 4,1 Mio. Euro) durch die Entschuldungshilfe muss also der Haushalt 2013 (erwartetes Gesamtdefizit: 9,3 Mio. Euro) um rund 5,2 Mio. Euro verbessert werden." - Oder direkter Link: http://www.zukunftsvertrag.goettingen.de/dito/forum?action=cmsjournalshow&id=19 - Ob es so viel vom Land gibt, ist zwar noch nicht sicher, aber jedenfalls liegt dieses Entlastungspotential mit großem Abstand vor allen sonstigen Verwaltungsvorschlägen für Einsparungen und Mehreinnahmen (Spitzenreiter V009 Erhöhung der Gewerbesteuer: 2,3 Mio). Das sollte doch mindestens zum "Nachdenken über diesen Zukunftsvertrag" reichen ;-)
Vertrag ablehnen = mit Pro abstimmen!!
Vorsicht Fragen-Falle: Wer den Vertrag generell ablehnen will, muss hier die Unterstützung bejahen!
Göttinger MdBs
Ein großes Verschulden an der Göttinger Finanzmisere haben auch die Bundestagsabgeordneten aus der Region Göttingen. Diese feinen Herren, es sind nur Herren haben allen Steuerentlastungen für Menschen die das Geld gar nicht benötigen zugestimmt, obwohl dadurch die Einnahmen Göttingens sanken.Alle Mehrbelastungen wurden abgesegnet ohne für den entsprechenden Finanzausgleich zu sorgen.Wann werden diese Herren endlich etwas für ihre Wähler tun,zum Beispiel dafür sorgen, daß der Anteil der Kommunen am gesamten Steueraufkommen von jetzt 11% wieder auf 20% steigt, wo er einmal war? Aber dafür, so sagen diese Herren ist kein Geld da. Für die sog. Griechenlandrettung wurden aber Milliarden auch von Herrn OppermannSPD,Herrn FischerCDU,Herrn Trittin und Herrn KnopekFDP bewilligt. Dabei geht das Geld nur wieder an Banken und nicht zu den Griechen. Wann forden diese für uns im Bundestag sitzenden Herren endlich eine angemessene Finanzausstattung für alle Gemeinden?
Herr Maschke, Sie haben falsch abgestimmt!
hallo herr maschke und alle anderen, offenbar handelt es sich bei der bewertung des vorschlags mit contra durch herrn maschke um ein missverständnis. seinem kommentar nach müsste er eigentlich den zukunftsvertrag ablehnen und den vorschlag deshalb mit pro bewerten. mit seinen argumenten stellt er ja gerade die verantwortung derjenigen parteien für die finanzmisere der kommunen in den fokus, die sich jetzt als opfer der umstände darstellen. er stellt damit zu recht den vermeintlich von außen kommenden sparsachzwang in frage. also herr maschke, nein meint in diesem fall offenbar ja!
Realitätsverweigerung ?
Hallo Herr Frankie, genau weil es so skandalös ist, dass sich die Göttinger Politik als Opfer der von ihr selbst mitverursachten Verhältnisse aufspielt und sich nun abwechselnd dem TINA-Syndrom hingibt (there is no alternative), mal das zynische Bild der schöpferischen Zerstörung bemüht (Grüne: "Altes muss absterben, damit Neues ensteht"), deshalb sollten die Bürger/innen die Mitarbeit an den Kürzungsvorschlägen verweigern. Hierduch werden nur die Bürger/innen gegeneinader ausgespielt. Und: Es geht bei der ABlehnung ja nicht nur um die Verteilung zwischen Bund, Land und Kommunen, sondern auch darum, dass die massiven milliardenschweren Steurgeschenke an Reiche und Unternehmer zurückgenommen werden und insgesamt wieder mehr eingenommen wird. Darauf haben auch die lokalen Parteienverbände einen Einfluss. Der könnte vergrößert werden, wenn man sich mit anderen Kommunen zusammentut und auch juristsiche Möglichkeiten nutzt, wie das vereinzelt Kommunen schon erfolgreich getan haben.
Erst einnehmen, dann ausgeben
Es geht nicht darum, Bürger/innen (oder eher: Beschäftigte?) gegeneinander auszuspielen. Es geht darum, dass ein Meinungsbild entsteht darüber, was Bürgern/innen besonders wichtig ist und daher eher erhalten werden sollte als andere Dinge. Denn nicht alles ist gleich wichtig, und wenn die Schuldenlast schwinden soll, muss man das Kürzen eben bei den weniger wichtigen Dingen anfangen. Welche das sind, wollen wir doch nicht die Verwaltung allein entscheiden lassen, oder? Dass Geld vorhanden wäre, stimmt im Prinzip. Aber der Staat hält es nicht in der Hand. Wenn es gelingt, die öffentliche Hand wieder besser auszustatten (und das ist heute nicht mehr einfach), spricht nichts gegen eine Wiederherstellung der jetzigen Höhe der Ausgaben. Aber bis dahin kein Leben auf Pump mehr – denn das ist ungleich gefährlicher als vorher gezielte Kürzungen (siehe Griechenland).
Illusion
Es ist vollkommen illusorisch zu glauben, mit den hier vorgeschlagenen Maßnahmen einen ausgeglichenen Haushalt schaffen zu können. Hierfür müßten tatsächlich Bund und Land die Voraussetzungen schaffen. Natürlich darf dies kein Freibrief sein, hemmungslos Geld auszugeben, das man nicht hat. Die Lebensqualität dieser Stadt dauerhaft zu zerstören, indem die "freiwilligen Leistungen" abgebaut werden, ist allerdings in höchstem Maße dumm, zerstört es doch die Zukunft dieser Stadt als Bildungs- und Kulturstadt - zurück bliebe finsterste Provinz.
Reduktion der freiwilligen Leistungen in € ???
Um wieviel € müssen die Freiwilligen Leistungen reduziert werden, um die Vorgabe des Landes (4% am Gesamtvolumen des Haushaltes) zu erfüllen? Bei welchen Leistungen im Bereich Kultur, Sport, Freizeit und im Bereich Soziales, Jugend, Bildung handelt es sich nicht um freiwillige Leistungen?
Stadt will keine Steuern zahlen ?
Weil auf die Gewinnabführung Steuern fällig würden, lehnt die Verwaltung eine höhere Gewinnabführung aus der Sparkasse ab. Seis drum! Wenn der Betriebsgewinn 31 Mio Euro ist, dann sagen wir mal, dass 8 Mio jährlich von der Stadt in Anspruch genommen werden. Da bliebe nach Steuerabzug doch immer noch ein schönes Sümmchen übrig. Stattdessen soll es die Sparkasse behalten, die einen geringen Teil davon als Spenden ausgibt wofür sie dann Steuernachlass erhält. Ja Leute Hallo gehts noch?
Die Verursacher sitzen in Berlin
Der Zukunftsvertrag beendet nicht die chronische Unterfinanzierung der Kommunen.Die Selbstverwaltung ist außer Kraft gesetzt.Der Rat hat keine Gestaltungskraft mehr.Die Sozialkosten werden weiter exponentiell steigen.(Bilanz 2011 Städtetag). Bund und Land verletzen seit Jahren das Konnexitätsprinzip (Wer bestellt muss auch bezahlen).Viele MdBs waren früher in Kommunalparlamenten tätig und haben die Realität ausgeblendet. Ihre Steuergesetze u.a. gehen zu Lasten der Kommunen,die sich nicht dagegen wehren können. Göttinger Parteimitglieder können Anträge Richtung Bundesparteitagen auf den Weg bringen. Kurz: Die Umverteilung von unten nach oben und die Rede vom schlanken Staat muss ein Ende haben. Die Kommunen brauchen ein Vetorecht: Ein neues Gesetz tritt erst dann in Kraft,wenn eine solide Kostenberechnung vorliegt und die kommunalen Spitzenverbände zugestimmt haben.Als Notbremse eine Kommunale Kammer analog zum Bundesrat
Frage!?
Reduktion der freiwilligen Leistungen in € ??? Erstellt am 08.03.2012 20:56 von 4321 Um wieviel € müssen die Freiwilligen Leistungen reduziert werden, um die Vorgabe des Landes (4% am Gesamtvolumen des Haushaltes) zu erfüllen? Bei welchen Leistungen im Bereich Kultur, Sport, Freizeit und im Bereich Soziales, Jugend, Bildung handelt es sich nicht um freiwillige Leistungen?
Teile und Herrsche
Ich denke diese ganze "Bürgerbeteiligung", wie sie hier vorgeführt wird, dient nur dazu, dass alle versuchen, anderen ihre Kultur zu vernichten damit das eigene Stück vom Kuchen bleibt. So geht der Stadtwald flöten aber die Basketballmannschaft belibt unangetastet, denkt sich wohl eine*r, ich gehe ja eh nicht in den Wald, dann sollen sie den doch abholzen. Oder das Stadtradio kaputtkürzen. Oder das Weender Freibad schließen. Dieser Zukunftsvertrag ist eine kurzfrsitige Entschuldung, der all das geopfert werden soll, was Göttingen liebenswert macht. Aber wenn wir jetzt anfangen, den anderen ihre Projekte kürzen zu lassen, verlieren wir alle das was uns am Herzen liegt und streiten uns nur untereinander. Wichtiger ist es, gemeinsam den Zukunftsvertrag nicht zu akzeptieren und stattdessen den PRotest dagegen auf die frisch gepflasterten Straßen und unter die neuen hässlichen Laternen zu tragen!
Entschuld(ig)ung?
Jeder Bürger hat Verständnis, wenn in schlechten Zeiten, mit einer schlechten Wirtschaftsentwicklung und wegbrechenden Steuereinnahmen, auch in der Stadt Göttingen gespart werden muss. Wie aber soll man für einschneidende Sparmaßnahmen in den städtischen Haushalt, mit der Folge der Schließung eines Freibades, Verständnis haben, in Zeiten einer anhaltend guten Konjunktur, mit einem deutlichen Rückgang der Arbeitslosenzahlen und unvorhersehbar guten Steuereinnahmen des Bundes in Milliardenhöhe? – Jedes Kind lernt in der Schule, dass der Hamster in guten Zeiten, besonders in der Erntezeit, sich Speck anfrisst, damit er den nächsten Winter, wenn es nichts zu fressen gibt, überlebt! So müsste es doch jedem klar sein, dass man die Kommunen, auch die Stadt Göttingen, mit allen städtischen Einrichtungen, auch denen, die mit sog. „freiwilligen Leistungen“ finanziert werden, die im gesamten stättischen Haushaltsvolumen gerade mal 4,7% ausmachen, jetzt möglichst gut finanziell ausstatten muss!
Appell an den Rat
Ich hatte, auch unter dem Eindruck der Bürgerversammlung gestern, einen Appell an den Rat verfasst und als neuen Vorschlag im Forum eingestellt. Nach 10 Minuten war er verschwunden, ModerationVK hatte ihn mit der Begründung entfernt, dass es sich nicht um einen Sparvorschlag gehandelt habe. Ich hoffe, die Moderation stellt ihn unter "Lob&Kritik" wieder ein; denn ich habe den vollständigen Text leider nicht mehr. Wer interessiert ist, kann da ja mal nachsehen.
Appell an den Rat ist jetzt gepostet
Die Moderation (es war ModerationVB, nicht ModerationVK, sorry) hat den Text nicht eingestellt, ihn mir aber per E-Mail geschickt, damit ich ihn selbst wieder posten kann - auf "Lob&Kritik". Das ist jetzt geschehen - auch wenn die Beiträge dort leider etwas untergehen, weil sie weder mit der Suchfunktion gefunden noch in der Liste der letzten Beiträge aufgeführt werden.
Warum wird das Bürgerforum abgeschaltet ?
Nachdem das GT gestern nun schon von Aufstand gesprochen hat und man nach meiner Erfahrung dort nur schwer zum Zug kommt, wenn man etwas schreibt, was der Redaktion nicht genehm ist, sollt dieses Forum unbedingt offen bleiben. Oder mag man auch hier nicht jede Anregung?
Befristung muss sein, sonst gibt es keine Auswertung
Da alle Bewertungen, Kommentare und Bürgervorschläge auf dieser Internetplattform ausgewertet werden sollen, muss es einen Stichtag geben. Die Auswertungsdokumentation für das gesamte Beteiligungsangebot zum Zukunftsvertrag wird dem Rat übergeben,der dann seine Beratungen in öffentlichen Sitzungen seiner Fachausschüsse - im übrigen verbunden mit Einwohnerfragestunden - bis zur Schlussentscheidung über das Entschuldungshilfeprogramm und den Zukunftsvertrag fortsetzt. Dieses "Bürgerforum" kann also nicht unbefristet sein. Deshalb haben wir stets daraufhin gewiesen, dass die Möglichkeit zu Bewertungen, Kommentaren und eigenen Vorschlägen auf dieser Plattform nur vier Wochen lang - vom 17. Februar bis zum 16. März - besteht.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Stadtverwaltung